Maklercourtage

Die Maklercourtage / Maklerprovision

Werden beim Verkauf der Immobilie die Dienste eines Immobilienmaklers in Anspruch genommen, so erhält der Immobilienmakler im Erfolgsfall des Verkaufs eine Maklercourtage oder Maklerprovision als Vergütung. Die Höhe dieser Vergütung wird anhand des Kaufpreises des Objektes errechnet, d.h. je teurer eine Immobilie verkauft wird, desto höher fällt die Maklercourtage / Maklerprovision aus.

Die Maklercourtage / Maklerprovision kann in Deutschland grundsätzlich frei verhandelt werden. Üblicherweise beträgt die Vergütung bei Immobilienverkäufen zwischen 3 und 6 % des Kaufpreises zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Die Maklercourtage oder Maklerprovision wird bei einem Haus- oder Wohnungsverkauf in der Regel direkt nach dem Zustandekommen des notariellen Kaufvertrages fällig.

Die Höhe der Maklercourtage / Maklerprovision

Sowohl die Höhe der Vergütung des Immobilienmaklers als auch die Frage, wer die Kosten dafür  übernimmt, variiert von Region zu Region in Deutschland. So zahlen beispielsweise in Hamburg, Bremen und Berlin üblicherweise nur die Käufer die Maklercourtage / Maklerprovision. Die regionalen Unterschiede bezüglich der Höhe der Courtage des Immobilienmaklers werden in diesen drei Bundesländern schon sehr deutlich: so werden in Hamburg aktuell  6,25 % Maklercourtage erhoben, während die Immobilienkäufer in Bremen 5,95 % des Kaufpreises als Vergütung an den Makler bezahlen müssen. In Berlin wird aktuell mit 7,14 % inkl. MwSt. die höchste Käuferprovision erhoben.

In Süddeutschland dagegen, teilen sich Verkäufer und Käufer die Provision. So zahlen in Bayern, Nordrhein-Westfalen oder auch in Baden-Württemberg der Verkäufer und der Immobilienkäufer jeweils 3,57 % inkl. MwSt. des Kaufpreises als Maklercourtage bzw. Maklerprovision an den Immobilienmakler.

Hier nun kurz in der Übersicht die übliche Maklercourtage / Maklerprovision in den einzelnen Bundesländern:

  • bis zu 3,57 Prozent in Baden-Württemberg, Bayern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
  • bis zu 4,76 Prozent in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz
  • bis zu 5,95 Prozent in Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen
  • bis zu 6,25 Prozent in Hamburg
  • bis zu 7,14 Prozent in Berlin und Brandenburg

Die Maklercourtage / Maklerprovision verhandeln

Eine gesetzlich vorgeschriebene Höhe der Maklercourtage / Maklerprovision gibt es nicht. In der Praxis kommt es daher auch gerne mal vor, dass der Immobilienverkäufer oder der Immobilienkäufer die Maklercourtage / Maklerprovision versuchen runter zu handeln. Versuchen sollten Sie als Verkäufer dieses auf jeden Fall. Ob der Immobilienmakler sich darauf einlässt ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Gestaltet sich der Verkauf als besonders schwierig, zeitintensiv und aufwändig, wird der Immobilienmakler weniger geneigt sein Ihnen in der Höhe der Maklercourtage entgegenzukommen. Geht der Verkauf jedoch reibungslos und recht schnell über die Bühne kann sich der Immobilienmakler auch mal eher kompromissbereit zeigen. Einen Versuch ist es alle male wert.

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