Hausverkauf Unterlagen

Welche Unterlagen zum Hausverkauf benötigt werden!

Wer sein Haus oder Immobilie verkaufen will, sollte sich gut vorbereiten. Bevor also die Immobilie also in Zeitungen oder auf Onlineportalen angeboten wird, stehen erst mal ein paar Hausaufgaben für den Verkäufer an.

Der potentielle Käufer benötigt für sich und auch für die finanzierende Bank einige Hausverkauf Unterlagen. Damit eine reibungslose und auch zeitnahe Abwicklung möglich ist, sollten die Hausverkauf Unterlagen spätestens zum ersten Besichtigungstermin vorliegen.

Liste der Hausverkauf Unterlagen:

• Grundrisspläne aller Geschosse
• Schnittzeichnung
• Grundbuchauszug
• Flurkarte / Lageplan
• Baujahr
• Energieausweis
• Bescheinigung Erschließungskosten
• Gebäudeversicherung

Wo finde ich die Hausverkauf Unterlagen?

Hausverkauf Unterlagen – Grundrisspläne, Schnittzeichnungen, Baugenehmigungen

In den meisten Fällen haben Haus- oder Immobilienbesitzer Ihre Hausunterlagen sicher in einem Ordner abgelegt. Natürlich kommt es auch vor, dass keine Hausunterlagen mehr im Bestand auffindbar sind. Besonders im Erbfall kann die Suche danach sich etwas schwieriger gestalten. Das Bauaufsichtsamt der jeweiligen Stadt oder Gemeinde besitzt zu fast allen Gebäuden, die seit 1900 rechtmäßig errichtet worden sind, zum Teil sehr umfangreiche Unterlagen. Dazu gehören Bauvorlagen, wie Grundrisse und Schnitte, vielfach aber auch statische Berechnungen.

Das Bauaufsichtsamt bietet Eigentümern der Grundstücke oder deren Bevollmächtigten die Möglichkeit, diese Bauakten einzusehen und fertigt bei Bedarf Kopien an. In der Regel kann die Einsicht der Akten recht kurzfristig erfolgen. Es wäre jedoch zu empfehlen, beim zuständigen Bauaufsichtsamt eine telefonische Voranfrage zu tätigen und einen Termin mit der Behörde abzusprechen.

Hausverkauf Unterlagen – Grundbuchauszug

Der Antrag auf Erteilung eines Grundbuchauszugs muss beim zuständigen Grundbuchamt erfolgen. Dies ist jedem gestattet der ein berechtigtes Interesse darlegt. Der Eigentümer eines Grundstücks hat stets ein berechtigtes Interesse und er kann daher folglich immer in das Grundbuch Einsicht nehmen oder auch den Auszug des Grundbuchs verlangen. Die Grundbucheinsicht garantiert, dass von berechtigten Personen Einblick in das Grundbuch genommen werden kann.
Eine Abschrift aus dem Grundbuch kann man auch online anfordern:

www.grundbuchauszug.info

Hausverkauf Unterlagen – Flurkarte / Lageplan

Die Flurkarte erhält man beim Katasteramt der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. Die Flurkarte ist eine maßstabsgetreue Karte, die beim Katasteramt geführt wird. In der Flurkarte sind die Flurstücke mit ihren Grenzen, Nummern und Nutzungsarten dargestellt. Sie beinhaltet innerhalb des Bereiches des jeweiligen Katasteramtes auch die Grenzen der Gemarkungen, Flure, Hoheitsgebiete, Grundrisse der Gebäude, die Lagebezeichnungen und die topographischen Gegenstände.
Im Unterschied zum Lageplan ist die Flurkarte eine Darstellung sämtlicher Liegenschaften. Dazu gehören Grundstücke und Flurstücke.

  • Diese Karte ist die Grundlage für das Grundbuch und sichert das Eigentum am Grundstück und eine faire Versteuerung.
  • Diese Form der Karte gibt es mittlerweile nicht mehr. Sie wurde von einer automatisierten Liegenschaftskarte abgelöst.
  • Auf dieser Karte finden sich Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen, Gebäude, die sich auf der Liegenschaft befinden, Nutzungsarten und die Flurstücke.

Die Flurkarte kann auch Online bestellt werden www.grundbuchauszug.info

Der Lageplan unterscheidet sich dadurch zur Flurkarte, das beim Lageplan eine zeichnerische Darstellung des Objektes abgebildet ist und nicht des gesamten Grundstückbereiches.

Hausverkauf Unterlagen – Das Baujahr

Das Baujahr der Immobilie spielt für den Verkauf einer Immobilie eine große Rolle. Der potentielle Käufer benötigt diese auch für die finanzierende Bank. Das Baujahr kann aus den Bauunterlagen entnommen werden. Das zuständige Bauamt kann in der Regel darüber Auskunft erteilen.

Hausverkauf Unterlagen – Energieausweis

Der Energieausweis ist beim Hauskauf Pflicht. In Immobilienanzeigen müssen die Informationen zum energetischen Zustand des inserierten Gebäudes enthalten sein. Darauf weist die teilstaatliche Deutsche Energie-Agentur (dena) auf eine der wichtigsten Änderungen der Energieausweis-Pflicht hin, die mit der EnEV 2014 verbunden sind. „Die Verkäufer beziehungsweise Vermieter sind nach der neuen Regelung dafür verantwortlich, dass die wichtigsten Kenndaten aus dem Energieausweis genannt werden.“

Es ist Pflicht Angaben aus dem Energieausweis in Immobilienanzeigen zu benennen
Welche Angaben müssen in Immobilienanzeigen in Bezug auf den Energieausweis stehen?

  • Ob es sich beim Energieausweis um einen Energiebedarfsausweis oder einen Energieverbrauchsausweis handelt.
  • Die Angabe über den Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs für das Gebäude, der auch im Energieausweis genannt wird.
  • Die Angabe über die wesentlichen Energieträger für die Heizung des Gebäudes (ebenfalls aus dem Energieausweis).
  • Das Baujahr des Gebäudes
  • Die Energieeffizienzklasse (Klassen A+ bis H), falls der Energieausweis erst nach dem 1. Mai 2014 ausgestellt wurde

Außerdem muss der Energieausweis oder eine Kopie desselben beim Besichtigungstermin dem potenziellen Käufer vorgelegt werden.

Weiterführende Infos rund um den Energieausweis finden Sie auf der Homepage der Dena (Deutsche Energie Agentur)

Hausverkauf Unterlagen – Bescheinigung Erschließungskosten

Beitragsbescheinigung (Erschließungs-, Straßenbau- oder Kanalanschlussbeiträge)
Auf Anfrage erhalten Sie von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde eine Bescheinigung, aus der hervorgeht, ob für Ihre Liegenschaft noch Erschließungs-, Straßenbau- oder Kanalanschlussbeiträge zu zahlen sind. Außerdem erfahren Sie, in welcher Höhe der Erschließungsbeitrag ggf. schon gezahlt ist bzw. ob eine Vorausleistung erbracht wurde oder in welcher Höhe in etwa Erschließungskosten entstehen werden.
Erschließungsbeiträge, Straßenbaubeiträge und Kanalanschlussbeiträge ruhen als öffentliche Lasten auf Baugrundstücken. Vor dem Kauf / Verkauf eines Grundstücks oder einer Eigentumswohnung ist es daher wichtig, zu klären, ob für das betreffende Objekt noch Beiträge zu zahlen oder bereits gezahlt sind. Davon hängt letztendlich auch die Höhe des Kaufpreises ab. In der Regel wird bereits zur Finanzierung des Kaufpreises eine Beitragsbescheinigung benötigt, die dem Kreditinstitut vorzulegen ist. Darüber hinaus ist es den Vertragspartnern möglich, bei Bedarf noch Regelungen bezüglich der Beiträge in den notariellen Kaufvertrag mit aufzunehmen.